Neue SIM-Karten sorgen für schnelleres mobiles Internet

Die Zahlen des aktuellen Jahresberichtes der Bundesnetzagentur sind erstaunlich: Von den gut 107 Millionen aktiven SIM-Karten in Deutschland unterstützten Ende 2019 lediglich etwa 59 Millionen den bereits seit Jahren aktuellen schnellen Mobilfunkstandard LTE, und damit die vierte Mobilfunkgeneration (4G). Umgekehrt bedeutet dies, dass etwa 48 Millionen SIM-Karten – rund 45 Prozent – lediglich mit der Vorgängergeneration 3G ans Internet angebunden sind.

Falls Ihr Mobiltelefon als Verbindungsstatus durchgängig sowie unabhängig vom Standort stets nur „3G“ oder „UMTS“ anzeigt, kann das unterschiedliche Ursachen haben: Unter Umständen unterstützt Ihr Provider beziehungsweise Tarif kein 4G/LTE oder die Funktion wurde in Ihrem Kundenprofil noch nicht freigeschaltet. Oder die LTE-Nutzung kann wie beschrieben an der SIM-Karte scheitern, das trifft insbesondere auf ältere SIM-Karten zu, die schon seit Jahren im Einsatz sind. Drittens unterstützten einige ältere Mobiltelefone noch nicht LTE, viertens schließlich kann der LTE-Support im Einstellungsmenü des Telefons deaktiviert sein.

Ob SIM-Karte, Tarif und Mobiltelefon LTE/4G unterstützen, finden Sie über die Webseite IMEI.info heraus: Links im Beispiel ist dies der Fall, rechts jedoch nicht..

Ob Ihr Tarif, Ihre SIM-Karte und Ihr Gerät LTE unterstützen, können Sie selbst schnell über die Webseite IMEI.info herausfinden. Die Abkürzung IMEI steht für „International Mobile Station Equipment Identity“. Bei der IMEI-Nummer handelt es sich um eine 15-stellige Seriennummer der SIM-Karte, über die Ihr Telefon weltweit eindeutig identifiziert werden kann. Die IMEI finden Sie aufgedruckt auf der SIM-Karte, alternativ zeigt das Telefon sie an, nachdem Sie über das Tastenfeld den Befehl *#06# eingetippt haben. Wenn Sie diese Nummer nun (nur die ersten 15 Stellen ohne Leerstellen oder Schrägstriche) bei IMEI.info eingeben, erscheint im Folgenden das Prüfresultat. Fehlt die LTE-Unterstützung, finden Sie mithilfe der Google-Suche heraus, ob das verwendete Telefon 4G-fähig ist. Trifft dies zu, hapert es vermutlich am Tarif oder an der SIM-Karte. Fragen Sie sodann beim Provider oder vor Ort im Shop des Anbieters nach, ob unter Umständen eines von beidem nicht LTE-kompatibel ist.

Die Tarifoption lässt sich meistens sofort ändern, eine neue SIM-Karte müssen Sie erst beantragen. Bis diese fertig ist und Sie sie auf dem Postweg zugeschickt bekommen, vergehen in der Regel zumeist einige Tage. Zahlreiche Provider berechnen für eine neue SIM-Karte übrigens keinerlei Gebühren.

Weiterführende Informationen zum Jahresbericht der Bundesnetzagentur und zur bereits für das nächste Jahr geplanten Abschaltung der 3G-/UMTS-Netze finden Sie hier.

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